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Sparplan

Ein automatisierter, regelmäßiger Kauf von Wertpapieren — meist Aktien, ETFs oder Fonds — auf Basis einer Daueranweisung an den Broker oder die Bank.

Ein Sparplan ist eine Daueranweisung an einen Broker oder eine Bank, in festen Intervallen einen vordefinierten Betrag in ein bestimmtes Wertpapier zu investieren — typischerweise monatlich, seltener auch wöchentlich oder vierteljährlich. Gespart werden kann in Aktien, ETFs, Investmentfonds oder neuerdings auch in Kryptowährungen.

Die Logik dahinter ist alt und bewährt: Statt einer einmaligen Einmalanlage erfolgt ein automatisierter, langfristiger Kapitalaufbau. Über den Cost-Average-Effekt kauft der Sparer in Phasen niedriger Kurse mehr Anteile, in Phasen hoher Kurse weniger — die Schwankungsanfälligkeit des Einstiegspreises wird damit deutlich reduziert.

Ein typisches Szenario

Eine 30-jährige Anlegerin richtet bei Erste George einen Sparplan über 150 € pro Monat auf den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (ISIN IE00BK5BQT80) ein. Bei einer angenommenen langfristigen Rendite von 7 % p. a. nach Kosten und einer Sparzeit von 30 Jahren (bis zum Renteneintritt) entstehen aus einer Gesamteinzahlung von 54.000 € rechnerisch rund 184.000 € Endvermögen. Davon stammen rund 130.000 € aus reinem Wertzuwachs — der Zinseszinseffekt wirkt umso stärker, je länger der Anlagehorizont ist. In den letzten zehn Jahren der Sparphase entsteht typischerweise mehr Vermögenszuwachs als in den ersten zwanzig zusammen.

Was unterscheidet einen Sparplan vom Einmalkauf?

Drei Aspekte machen den Unterschied. Erstens die Automatisierung: Einmal eingerichtet, läuft der Sparplan unabhängig von Marktstimmung und persönlicher Verfügbarkeit — das reduziert die für Privatanleger gefährliche Versuchung des Market Timings. Zweitens die Kostenstruktur: Viele Broker bieten Sparpläne zu vergünstigten Konditionen an. Bei Trade Republic und Scalable Capital sind ETF-Sparpläne komplett gebührenfrei, klassische Banken berechnen typischerweise 1 % der Sparrate oder einen Fixbetrag von 1–3 € pro Ausführung. Drittens der Bruchstück-Handel: Da Sparraten meist nicht exakt einen ganzen Anteil entsprechen, werden Sparpläne über Bruchstücke ausgeführt — bei einer Sparrate von 100 € und einem ETF-Kurs von 87,50 € erhält der Anleger 1,1429 Anteile.

In Österreich werden Sparpläne wie alle anderen Wertpapierkäufe behandelt: Laufende Erträge (Dividenden, Ausschüttungen) und realisierte Kursgewinne unterliegen der Kapitalertragsteuer von 27,5 %. In der Praxis tauchen rund um den Sparplan oft die Begriffe ETF-Sparplan, Cost-Average-Effekt, Bruchstück-Handel, Dauerauftrag und Zinseszinseffekt auf.

Was im Alltag aufkommt

Kann ich einen Sparplan jederzeit pausieren? Ja. Sparpläne sind keine vertraglichen Verpflichtungen, sondern Daueraufträge. Sie können bei jedem Broker jederzeit ausgesetzt, geändert oder gekündigt werden — meist mit wenigen Klicks.

Was ist die ideale Sparrate? Faustregel: 10–15 % des Nettoeinkommens, sofern keine höherverzinslichen Schulden bestehen. Wichtiger als die exakte Höhe ist jedoch, früh anzufangen und durchzuhalten — der Zinseszinseffekt belohnt vor allem die Dauer.