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Wie wäre es damit?

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Eine Ode an das Lesen. Oder: Was wäre, wenn wir jeden neuen Tag mit ein paar gelesenen Seiten begehen. 

Eintauchen – in Wörter, Sätze, Bilder, Gedanken, Landschaften, Sprachen, Kreationen. Abtauchen – in Geschichten, fremde Länder, Inspirationsquellen. Auftauchen – aus dem monotonen Alltag in ein buntes Universum. Lesen ist, lesen kann, lesen muss.

Der Wecker läutet, es ist ein metallisches Klingeln. Wie ist das möglich, dieser automatisierte Ton aus dem Mobiltelefon? Die rechte Hand tappt zum intelligenten Apparat. Ein Knopf und es ist vorbei.

Die ersehnte Stille kehrt wieder ein. Zum Glück, es war auf Flugmodus geschaltet. Ansonsten droht die Flut. Whatsapp hier, Facebook dort und die Welt im ständigen Untergang in den Nachrichtenrubriken.

Stattdessen: Der entschlossene Griff zu den in Wörter gegossenen Geschichten, verewigt auf Papier. Was verspricht ein Tag, der mit ein paar gelesenen Buchseiten begonnen?

Die Verheißung einer gedanklichen Reise frühmorgens oder das Sich einfinden im Hier und Jetzt. Die Möglichkeit des unbeschwerten Startes oder das Versprechen einer anderen Welt, in die es immer noch zu flüchten geht. Die Liebe, die Freundschaft, die Solidarität, die Empathie, die Hoffnung. Sie sind hier bereit.

Die Augen schnell wach, der Geist zieht nach. Ein Wortspiel hier, der Witz kommt nach, die Melancholie setzt fort, die poetischen Worte einen nicht enttäuschen. Emotionen, Gedanken, Ideen wachgerüttelt. Nicht nur der Körper hat aufzustehen.

Im Liegen, im Sitzen, im Stehen, im Gehen. Das Vergnügen kann vielseitig begangen werden. Doch es muss geschehen, sonst jede Seite ein Versprechen, das abgelehnt, ja abgewehrt wurde.

In einer Zeit so verrückt: die Welt, die Menschen, die Gedanken. Wie wäre es das zu wagen? Nur so ein wenig, Stück für Stück, Seite für Seite, Morgen für Morgen?

Für jeden Geschmack bestimmt etwas dabei. Ob Olga Helmut tötet oder Alja ihren Otto trifft. Ob Denis eine Reise macht oder Hugo seine Frau betrügt. Ob in Neuseeland oder Sankt Pölten, ob am Strand oder im Dorf. Ob erfunden oder erwiesen, ob im Damals oder Jetzt. Ob kurze Phrasen oder lange Sätze. Ob Times New Roman oder andere Schrift. Es wäre doch für jeden etwas dabei.

Lass dich leiten, lass dich gehen. Manchmal gibt es Einsicht, manchmal Klarsicht. Manchmal Kummer, manchmal Schmerz. Doch die Hoffnung kann schon liegen in den nächsten Seiten, sie stehen bereit.

Wie wäre eine Welt, die den Tagesanfang so begeht?

Lasst es uns probieren. Schief gehen kann nicht viel. Und dann lasst uns teilen unsere neuen Morgen. Für eine neue Zukunft in Vollkommenheit.

Photo by Nicole Wolf on Unsplash

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Geschrieben von Milena Maria

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